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17-04-2026

Vion gibt Verkauf von zwei deutschen Standorten bekannt

Im Zuge der strategischen Neuausrichtung hat die Vion Food Group den Verkauf von zwei Standorten in Süddeutschland auf den Weg gebracht. Der Standort Crailsheim soll an die Boeser Frischfleisch GmbH übergehen, für den Standort Waldkraiburg ist eine Übernahme durch die OSI Europe Foodworks GmbH geplant. Die entsprechenden Verträge sind heute unterschrieben worden. Die Transaktionen stehen unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe sowie weiterer üblicher Abschlussbedingungen. Vion führt derzeit Gespräche zu weiteren Standorten und Geschäftsaktivitäten.

Der süddeutsche Markt befindet sich weiterhin im Wandel und konsolidiert sich zunehmend. Vion hat sich daher bewusst für Partner entschieden, die sich eindeutig zu den Standorten bekennen und bereit sind, in deren Zukunft zu investieren. Für die Käufer haben diese Standorte eine hohe strategische Bedeutung und würden ihre weitere Unternehmensentwicklung gezielt unterstützen.

Crailsheim
Die Aktivitäten in Crailsheim (Rind und Schwein) sollen auf die Boeser Frischfleisch GmbH übergehen. Boeser Frischfleisch ist ein etabliertes deutsches Fleischunternehmen mit Fokus auf Grob- und Feinzerlegung von Schweinefleisch für Handel und Lebensmittelindustrie. Aus dem Viehhandel kommend bringt das Unternehmen viel Erfahrung in Beschaffung, Qualität und im verantwortungsvollen Umgang mit Tieren mit. Die geplante Kombination verbindet die Schlachtkompetenz in Crailsheim mit der Expertise von Boeser in Zerlegung und Vertrieb.

In Crailsheim werden jährlich rund 1 Million Schweine und 95.000 Rinder geschlachtet. 593 Mitarbeitende sind hier beschäftigt.

Waldkraiburg
Die Aktivitäten in Waldkraiburg sollen auf die OSI Europe Foodworks GmbH übergehen. OSI ist ein international tätiges Lebensmittelunternehmen mit großer Erfahrung in der Fleischverarbeitung und langjährigen Beziehungen zu Kunden aus Gastronomie und Handel. Waldkraiburg ist ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette. Mit OSI bekommt der Standort einen Partner mit starker industrieller Basis und Zugang zu neuen Märkten.

In Waldkraiburg werden jährlich rund 163.000 Rinder geschlachtet. Der Standort beschäftigt 338 Mitarbeitende.

„Crailsheim und Waldkraiburg sind wichtige Standorte für Mitarbeitende, Landwirte und Kunden in ihren Regionen. Unser Ziel ist es, beiden Standorten eine stabile und langfristige Perspektive zu geben. Mit erfahrenen Partnern, die über starken Marktzugang und industrielle Kompetenz verfügen, sehen wir gute Voraussetzungen, dass sich die Standorte weiterentwickeln und verlässliche Partner in der regionalen Wertschöpfungskette bleiben“, sagt Tjarda Klimp, CEO der Vion Food Group.

Beide geplanten Transaktionen sind als Share Deals strukturiert. Der Vollzug erfolgt vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe sowie weiterer üblicher Abschlussbedingungen und wird in den kommenden Monaten erwartet.

Bis dahin läuft der Betrieb an allen Standorten wie gewohnt weiter. Lieferketten und Kundenbeziehungen bleiben bestehen, alle Verpflichtungen werden erfüllt.

Weitere Standorte in Deutschland
Auch für die übrigen deutschen Standorte werden weiterhin Lösungen geprüft. Ziel ist es, langfristige Perspektiven zu entwickeln, die den Standorten Stabilität geben und für Mitarbeitende, Landwirte und Kunden Klarheit schaffen.

Für den Rindfleischstandort Buchloe gibt es konkretes Interesse mehrerer Parteien. Vion prüft derzeit die Auswahl eines geeigneten Partners. Für die BestHides-Standorte in Memmingen und Eching-Weixerau werden alternative Optionen verfolgt. Beide Standorte arbeiten unverändert weiter, bestehende Lieferantenbeziehungen werden fortgesetzt.

Vion setzt strategische Neuausrichtung fort
Die geplanten Transaktionen sind Teil der strategischen Neuausrichtung von Vion mit stärkerem Fokus auf die Benelux-Region, die im Juni 2024 angekündigt wurde. Sie schafft Spielraum für weitere Investitionen in Nachhaltigkeit und wertschöpfungsstarke Bereiche in der Benelux und sichert die Zukunft der deutschen Standorte unter neuer Eigentümerschaft.