COVID-19: Richtlinien und Maßnahmen

COVID-19: Update 31. August 2020

Corona-Maßnahmen

Vion hat stets strenge Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Diese Maßnahmen entsprechen immer den Regeln des GGD und des Instituts für Volksgesundheit RIVM. Die Statistiken zeigen, dass die Zahl der Corona-Infektionen abnimmt. Das gilt auch für die Anzahl der Mitarbeiter, die am Eingang Krankheitssymptome zeigen. Es ist daher wichtig, uns nach wie vor an alle Maßnahmen zu halten, weil das Virus nie komplett verschwindet. Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Hygiene, Belüftung und der Viruskontrolle in unseren Produktionsbereichen werden sofort in Maßnahmen am Arbeitsplatz umgesetzt.

RIE COVID- 19

Inzwischen wurde in allen Vion-Niederlassungen eine vertiefte Risikoinventur und -bewertung (RIE) COVID-19 durchgeführt und evaluiert.

 

Coronatests Mitarbeiter bei Reiserückkehrern (orangefarbene Risikogebiete)

Die Urlaubszeit ist für viele unserer Mitarbeiter fast vorbei. Eine Reihe unserer Angestellten und Flexarbeiter sind nach ihrem Urlaub aus einem Gebiet mit orangefarbenen Reisehinweisen zurückgekehrt, ob sie Familienmitglieder besuchen wollen oder nicht.

Wir haben unsere Mitarbeiter und Zeitarbeitsfirmen dringend aufgefordert, die RIVM-Richtlinien zur Quarantäne zu befolgen, wenn sie aus einem orangefarbenen Gebiet zurückkehren. Darüber hinaus haben wir Verfahren eingerichtet, um Mitarbeiter aus orangefarbenen Gebieten zu testen. Dies bedeutet, dass die Mitarbeiter bei ihrer Rückkehr, noch bevor sie wieder zur Arbeit erscheinen, in den Niederlanden einem Coronatest unterzogen werden. Erst dann, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, dürfen sie – gemäß den RIVM-Richtlinien – wieder arbeiten. Bei einem positiven Ergebnis folgt die Standardprozedur des GGD mit Quarantäne. Auf diese Weise bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, nach dem Besuch eines orangefarbenen Risikogebiets in Quarantäne zu gehen bzw. getestet zu werden.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen führen wir am Eingang aller niederländischen Vion-Standorte noch immer (seit Juni) Gesundheitskontrollen durch. Jeder Mitarbeiter, Besucher und Kontrolleur erhält dabei einen kurzen Fragebogen zur eigenen Gesundheit und zu seinem Wohlbefinden. Jeder Vion-Mitarbeiter mit auch nur leichten Symptomen, die auf eine Corona-Infektion hinweisen, wird von der Arbeit befreit. Mitarbeiter, die nach Ausfüllen des Gesundheitsformulars und dem Beantworten von Fragen dafür in Frage kommen, werden auf Corona getestet. Im Falle eines positiven Ergebnisses werden die erforderlichen Maßnahmen ergriffen.

Wohnraum

Einer der zentralen Punkte im Zusammenhang mit der Corona-Krise ist die Qualität des Wohnraums von Vion Flex-Mitarbeitern. Ende Mai gründete Vion die Taskforce Housing. Diese Taskforce inspiziert stichprobenweise die Wohnsituation der Flexmitarbeiter. Diese Inspektionen sind abgeschlossen.

„Workforce Management“ war bereits ein wichtiges Thema bei Vion. Während der Coronazeit entsteht jedoch zusätzlicher Druck hinsichtlich dieses Themas, da die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der flexiblen Beschäftigung Aufmerksamkeit erfordern, sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden. Um dafür gut vorbereitet zu sein, hat Vion ein multidisziplinäres Projektteam Workforce Management zusammengestellt, mit jeweils einem eigenen Team für die Niederlande und für Deutschland. Diese Teams haben die Aufgabe, neben dringenden Angelegenheiten auch eine langfristige Vision zu entwickeln. Vion wird diesem Thema auch in Zukunft strukturelle Aufmerksamkeit widmen.

Um Flexmitarbeiter in Gruppenunterkünften noch besser darüber zu informieren, wie sie dabei helfen können, die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, hat Vion Poster entwickelt. Diese Poster, die unter anderem Informationen dazu enthalten, was zu tun ist, wenn jemand in der Unterkunft krank ist, werden an die Zeitarbeitsfirmen verschickt. Sie sorgen dafür, dass die Poster in den Unterkünften aufgehängt werden.

 

Transport und Mitarbeiter

Ende Mai ergriff Vion zusätzliche Maßnahmen für den Transport der Mitarbeiter, einschließlich des Einsatzes von Reisebussen. Zum 1. Juli wurden die Maßnahmen gelockert und konnten Mitarbeiter wieder die normalen Verkehrsmittel, Kleinbusse und Autos, nutzen. Eine Mund-Nase-Bedeckung und eine Gesundheitskontrolle beim Transport sind nach wie vor obligatorisch.

 

Lieferanten von Vion

Durch die Einführung zusätzlicher Corona-Regeln, wie Gesundheitsmaßnahmen und Desinfektionsmaßnahmen nach jeder Schicht, produziert Vion weniger. Das kann noch eine Weile so bleiben. Wir berücksichtigen dies in unserer Planung und halten unsere Lieferanten auf dem Laufenden.

 

Umgebungsüberwachung

In Zusammenarbeit mit EUR und IRAS wird eine mögliche Anwesenheit des Coronavirus in den Produktionsbereichen untersucht. Dabei werden Oberflächen-, Kontakt- und Luftproben in den Räumlichkeiten genommen, in denen die Fleischverarbeitung stattfindet. Erste Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass in 94 % der ausgewerteten Proben kein Virus angetroffen wurde. In den verbleibenden 6 % der Proben wurde das Virus in sehr geringen Mengen nachgewiesen.

China

Ende Juni hat China die Einfuhr von Schweinefleisch aus verschiedenen Schlachtbetrieben in Europa sowie Nord- und Südamerika vorübergehend ausgesetzt. In den Niederlanden stehen vier Schlachtbetriebe auf der Liste, darunter die Vion-Standorte in Groenlo und Boxtel. Der Exportanteil Vions am Gesamtvolumen der Verkäufe nach Asien ist erheblich. Ein Großteil davon ist für China bestimmt. Das hat Einfluss auf die Marktbedingungen für Schweinefleisch. Die Branchenorganisation COV wird gemeinsam mit den Behörden einen gründlichen Bericht über die in den Niederlanden getroffenen Maßnahmen und die Garantien, die die Niederlande für den Export gewähren können, erstellen. Die COV ist zuversichtlich, dass auf der Grundlage dieses umfangreichen Berichts die vorübergehende Ausfuhrbeschränkung rasch aufgehoben werden kann.

Im Juli erhielt Vion Apeldoorn auf eine ganz neue Art und Weise einen Besuch der chinesischen Behörden. Um zu sehen, ob Vion sich an die Regeln haltet, wurde die Inspektion bei Vion Apeldoorn per Kamera durchgeführt. Über eine Videoverbindung konnten die Inspektoren aus Peking live am Arbeitsplatz zuschauen und so überprüfen, ob alle Corona-Maßnahmen und Hygienevorschriften ordnungsgemäß eingehalten werden. Vion wird die Ergebnisse per offiziellem Behördenbericht erst später erhalten, aber der erste Eindruck war, dass man in China mit unserer Umsetzung der Corona-Maßnahmen sehr zufrieden ist.

Häufig gestellte Fragen und Antworten


Wie erklärt Vion den hohen Anteil infizierter Mitarbeiter?

  • Das RIVM gibt an, dass der Großteil der Infektionen mit dem Virus zu Hause stattfindet.
  • Die genaue Ursache wird in Zusammenarbeit mit dem GGD und der Erasmus Universität untersucht.
  • Auf der Grundlage der RIVM-Vorschriften und der Erkenntnisse anderer Behörden wie dem GGD und dem Inspektionsdienst SZW verschärfen wir unsere Maßnahmen an allen Standorten kontinuierlich.
  • Es wurden Maßnahmen am Arbeitsplatz, zu Hause und während des Transports der Mitarbeiter getroffen, um eine Ansteckung so weit wie möglich zu verhindern.

Welche Vorgehensweise gilt bei Vion in Bezug auf getestete Mitarbeiter?

Für Mitarbeiter gelten im Anschluss an die Bekanntgabe der individuellen Testergebnisse die folgenden Richtlinien:

  • Negativ getestete Mitarbeiter dürfen zur Arbeit gehen, wenn sie 24 Stunden beschwerdefrei sind;
  • Positiv getestete Mitarbeiter mit Krankheitssymptomen verbleiben so lange zu Hause in Isolation, bis sie 24 Stunden lang beschwerdefrei sind. Sie dürfen zudem erst wieder zur Arbeit gehen, wenn seit dem Testergebnis mindestens 7 Tage verstrichen sind;
  • Positiv getestete Mitarbeiter ohne Krankheitssymptome verbleiben 72 Stunden lang zu Hause in Isolation. Wenn in diesem Zeitraum Beschwerden auftreten, wird die Richtlinie aus dem vorigen Punkt angewandt.

Vion hat doch viel zu spät Maßnahmen ergriffen? Woran liegt das?

  • Bereits nach den ersten Signalen, dass in China und Bayern Infektionen mit COVID-19 festgestellt wurden, haben wir im Februar eine Reihe erster Maßnahmen ergriffen.
  • Im März und im Mai haben wir weitere ergänzende Maßnahmen ergriffen, und zwar immer entsprechend den vorgegebenen Richtlinien von RIVM, GGD, NVWA und des Inspektionsdienstes SZW.

Ist es überhaupt möglich, in einem Schlachtbetrieb 1,5 Meter Abstand einzuhalten?

  • Vion hält sich in allen Standorten an die Richtlinien des RIVM. An den Stellen, an denen es schwierig ist, 1,5 Meter Abstand einzuhalten, wurden Trennwände aufgestellt. Außerdem wird in bestimmten Situationen mit Mundschutzmasken gearbeitet.
  • Die Einhaltung der Regeln wird genau überwacht.

Hält Vion es für verantwortbar, dass Mitarbeiter in kleinen Gruppen zusammenwohnen?

  • Außerhalb der Coronaperiode stellt diese Art des Zusammenlebens kein Risiko dar. Jeder hat Privatsphäre und es werden gemeinschaftliche Einrichtungen genutzt. Im Zusammenhang mit dem Ansteckungsrisiko stellen größere Gemeinschaftsbereiche ein Problem dar.
  • Wir setzen uns dafür ein, die Wohnsituation unserer Mitarbeiter entsprechend anzupassen. Wo die Möglichkeit besteht, werden Wohngemeinschaften in kleinere Einheiten aufgeteilt. Dies geschieht unter anderem in Rücksprache mit den Gemeinden, in denen wir aktiv sind.

Wie wird der Gemeinschaftstransport geregelt?

Die Regeln für den Personentransport wurden gemäß den 1,5-Meter-Richtlinien des RIVM für den Transport verschärft. Die Mitarbeiter tragen während des Gemeinschaftstransports Mund-Nasen-Schutz. Eine Gesundheitskontrolle beim Transport ist obligatorisch.

Warum war es dann möglich, dass damals in Apeldoorn so viele Kleinbusse mit zu vielen Mitarbeitern von der Polizei angehalten wurden?

  • Jeweils im Februar, im März und auch im Mai sind Maßnahmen getroffen worden. Das RIVM, die GGD (NL-Gesundheitsämter) und der SZW (Inspektionsdienst für Sozialwesen und Beschaffung) haben die Umsetzung entsprechend überwacht. So auch im Bereich Transport.
  • Die Unklarheiten, die rund um die Kleinbusse in Apeldoorn entstanden sind, betrafen vor allem die Definition des Begriffes „Haushalt“ im Rahmen der geltenden Transportvereinbarungen. Wir waren auch der Ansicht, dass unsere Mitarbeiter, die zusammen in der gleichen Wohnung leben, zu einem Haushalt gehören würden.
  • Laut der Polizei in Apeldoorn scheint hier jedoch ein Widerspruch zu den RIVM-Einschränkungen vorzuliegen.
  • Wir haben sofort auf ihren Aufruf reagiert. Unsere Mitarbeiter, Zeitarbeitsfirmen und Fahrer haben deutliche Anweisungen erhalten. Damit wurden alle Unklarheiten im Bereich Transport beseitigt.
  • Es geht hier um tausende Mitarbeiter und eine Vielzahl an Transportbewegungen. Bei vielen hundert Fahrten pro Tag kann es keine 100-prozentige Garantie geben. Ein Feilschen rund um die von uns gemachten Absprachen dulden wir jedoch nicht.

Wie sehen die Testmaßnahmen an den Standorten von Vion in den Niederlanden und Deutschland aus?

  • Vion befürwortet, dass alle Mitarbeiter an allen Standorten in den Niederlanden und in Deutschland präventiv und regelmäßig getestet werden.
  • Dazu hat Vion auch einen Aufruf an den GGD und die Sicherheitsregionen gerichtet.
  • Der GGD führt aktuell Tests in der Fleischbranche und damit auch an den Vion-Standorten durch.
  • Vion befürwortet es auch, die Tests der Mitarbeiter so viel wie möglich in deren Wohnumgebung durchzuführen, wo nach Angaben des RIVM die meisten Ansteckungen stattfinden.

Kann sich das Virus über rohes Fleisch ausbreiten?

  • RIVM und NVWA haben bereits zu einem früheren Zeitpunkt festgestellt, dass das Virus sich nicht über (rohes) Fleisch ausbreitet.

Kann sich das Virus über lebende Tiere ausbreiten?

  • Bei der Ausbreitung des Virus scheinen Schweine und Kühe keine Rolle zu spielen. Trotz der umfangreichen Literatur, die auf diesem Gebiet bereits verfügbar ist, arbeitet Vion im Auftrag des OMT (Outbreak Management Team des RIVM) an einer Studie mit, um diesen Umstand bei Schweinen erneut zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studie werden in den kommenden Monaten erwartet.

Welche Standorte sind gegenwärtig geschlossen?

  • Am 4. Juni eröffnete Vion die Produktionsstätte in Groenlo nach Genehmigung der Sicherheitsregion Nord- und Ost-Gelderland. Es gibt derzeit keine geschlossenen Vion-Standorte.

Ist dies nicht ein „Weckruf“ für die Fleischbranche? Ist die Branche wirklich gesund?

  • Wir sind stolz auf unser Unternehmen, unsere Branche und die Tatsache, dass wir für die Fleischversorgung in unserem Land sorgen dürfen.
  • Die gegenwärtige Corona-Krise macht deutlich, dass wir den Ehrgeiz haben müssen, uns in Bereichen wie dem Wohlergehen von Mensch und Tier, den Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit und Umwelt sowie gegenseitiger Fürsorge kontinuierlich zu verbessern. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung ist seit vielen Jahren ein integraler Bestandteil unserer Strategie und unseres Managements.
  • Vion hat den Ehrgeiz, bei diesem Wandel des Sektors an vorderster Front mitzuwirken.
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