COVID-19: Richtlinien und Maßnahmen

COVID-19: Update 22. juni 2020

Ronald Lotgerink, CEO Vion Food Group: : “„Wir haben nichts zu verbergen. Wir tragen zur Lebensmittelversorgung in den Niederlanden bei. Als ‚systemrelevante Branche‘ hat die Regierung unseren Wirtschaftszweig aufgefordert, während der Corona-Krise weiterzuarbeiten. Unsere Leute setzen sich tagtäglich und absolut engagiert dafür ein und halten sich an die Vorschriften der jeweiligen Behörden, z. B. RIVM (NL-Institut für Volksgesundheit und Umwelt), GGD und NVWA (NL-Lebensmittelbehörde). Darauf können wir stolz sein. Durch Inspektionen wurde bestätigt, dass wir die vorgeschriebenen Maßnahmen einhalten. Dies wird auch durch die Einhaltung und Überwachung unserer Corona-Protokolle in allen unseren Unternehmen deutlich.

Wir müssen das Virus gemeinsam eindämmen. Wir hören auf die Experten des GGD und lernen außerdem immer mehr darüber, wie wir gezielter dafür sorgen können, dass unsere Mitarbeiter sicher arbeiten können. Das bedeutet zum einen, dass Vion die Anpassungen vornimmt, die nötig sind, um sicher arbeiten zu können und zum anderen, dass sich jeder an die Regeln hält, die wir gemeinsam vereinbaren. Nur so können wir unsere eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer garantieren und das Unternehmen am Laufen halten.“

A. Vion passt sich fortwährend an – Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat immer oberste Priorität

Zweite Februarhälfte 2020: Fokus auf Hygiene
Nach den ersten Anzeichen von COVID-19-Infektionen in China und Bayern haben wir Mitte Februar ein erstes Maßnahmenpaket ergriffen. Dieses richtete sich insbesondere auf die persönliche Hygiene (häufiges Händewaschen, Betreten der Fabrik und der Umkleideräume), besondere Wachsamkeit bei Symptomen sowie die Aufforderung, bei Beschwerden zu Hause zu bleiben, um eine gegenseitige Ansteckung zu verhindern.

Vion befolgt die Vorschriften des RIVM genauestens
Ab Anfang März ergreift Vion ausgehend von der aktuellen Regierungspolitik und den RIVM-Vorschriften zusätzliche Maßnahmen. In diesem Zeitraum führt Vion ständig Anpassungen auf Grundlage zusätzlicher Erkenntnisse und Empfehlungen des GGD (Gesundheitsamt), der NVWA, der Inspektion SZW (Inspektionsdienst für Sozialwesen und Beschaffung), des RIVM und der entsprechenden Sicherheitsregionen durch. Das Unternehmen steht in engem Kontakt zu diesen Behörden.

1,5 Meter Abstand: Anpassung der Produktion
Sobald Mitte März die Vorschrift zur Einhaltung von eineinhalb Metern Abstand zu anderen Personen hinzukommt, nimmt Vion auch diese Maßnahme umgehend in seine Richtlinien auf. So wird unter anderem die Zerlegungslinie verlangsamt, um es den Kollegen zu erleichtern, den richtigen Abstand zueinander einzuhalten. Die Arbeitszeiten werden ausgedehnt und die Pausen verlängert. Auf diese Weise wird die Belegung der Umkleiden und der Kantinen gesteuert. Darüber hinaus wird die Zeit zwischen den einzelnen Schichten verlängert, damit verschiedene Schichten nicht mehr miteinander in Kontakt kommen.

Notwendige ergänzende Maßnahmen
Anfang Mai werden in den Niederlanden erstmals gesunde Menschen außerhalb des Gesundheitswesens getestet. Genau wie im Gesundheitswesen werden Corona-Infektionen bei gesunden Personen gemeldet, darunter bei einigen unserer Mitarbeiter am Standort Scherpenzeel. GGD und der Inspektionsdienst SWZ betonen, dass Vion alle notwendigen Maßnahmen durchgeführt hat. Dennoch ergreifen wir zusätzliche Maßnahmen wie eine noch stärkere Separierung von Gruppen und das Tragen von Mundschutzmasken. Darüber hinaus führt Vion einen Pilotversuch durch, bei dem bei der Ankunft die Körpertemperatur gemessen wird.

Tägliche Übersicht
Ab Februar hat Vion in allen Ländern und an allen Standorten – auch dem in Groenlo – täglich eine vollständige Übersicht über die Anzahl der Mitarbeiter aus den Risikogruppen (Regel: seit Beginn der Pandemie sofort nach Hause); die Anzahl der Mitarbeiter unter Corona-Verdacht (Regel: sofort nach Hause und dort verbleiben bis 24 Stunden keine Beschwerden mehr aufgetreten sind); die Anzahl der Mitarbeiter mit Corona (Regel: Quarantäne zu Hause).

Tests bei gesunden Mitarbeitern: über 20 % infiziert
Auf Ersuchen der deutschen Behörden und in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdienst (GGD) werden Ende Mai alle rund 650 Mitarbeiter am Standort Groenlo getestet. In den Niederlanden werden erstmals in einem derart großen Umfang gesunde Menschen getestet. Daraus ergibt sich, dass 21 % der Mitarbeiter Träger des Coronavirus sind. Keiner aus dieser Gruppe von fast 150 Mitarbeitern zeigt Symptome, die auf eine Corona-Erkrankung hinweisen.

Quarantäne
Alle Mitarbeiter, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde, müssen für 2 Wochen in Isolation verbleiben. Die übrigen Mitarbeiter des Standortes Groenlo stehen 14 Tage lang unter Quarantäne. Ihr Lohn wird weiterhin gezahlt, und es ist ihnen nicht gestattet, an anderen Standorten oder bei einem anderen Arbeitgeber zu arbeiten. Vion überwacht dies streng.

Ausdehnung der Maßnahmen und Überwachung der Einhaltung
Unmittelbar nach dem Erscheinen der Testergebnisse beschließt Vion, an allen Standorten zusätzliche Maßnahmen einzuführen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Einhaltung der 1,5-Meter-Richtlinie und der anderen Vorschriften. Darüber hinaus setzt Vion auf den Transport in größeren Bussen, das Tragen von Mundschutzmasken während der Fahrt und Anpassungen der Wohnräume.

Wohnsituation im Fokus
Vion hat eine spezielle Projektgruppe eingerichtet, die möglichst viele der Wohnräume seiner Flexarbeiter besucht und beurteilt. Im Rahmen der mit Corona verbundenen Risiken wird untersucht, ob die bestehende Situation angemessen ist, oder ob (vorübergehende) zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit erforderlich sind. Da es dabei um sehr viele Wohnunterkünfte geht, stellt Vion sowohl interne als auch externe Kapazitäten zur Verfügung, um diese Aufgabe gemeinsam mit den Zeitarbeitspartnern zu bewältigen.

Tests
Vion fordert Ende Mai außerdem, dass alle Mitarbeiter – auch in den übrigen Bereichen des Sektors – regelmäßig präventiv auf Corona getestet werden. Auf diese Weise kann besser festgestellt werden, wer infiziert ist und wer nicht, und wie das Virus sich entwickelt. Das Ziel muss sein, dass unsere Mitarbeiter und die Aufsichtsbeamten des NVWA und KDS (niederländische Fleischkontrollbehörde) sicher bei Vion arbeiten können.

Zusätzliche Maßnahmen für bestimmte Teile des Betriebs
Anfang Juni hat das GGD 105 Mitarbeiter in Boxtel getestet, von denen 18 Personen (17 %) positiv getestet wurden. Die positiv getesteten Mitarbeiter arbeiten vor allem in den sogenannten „Kühlbereichen“ wie dem Schneidsaal und der Veredelung. Vion führt ein Richtlinienprotokoll für die gesamte Organisation und zusätzliche Maßnahmen für die betroffenen Bereiche des Unternehmens ein. Das Protokoll gewährleistet den Schutz der Mitarbeiter, sodass alle Mitarbeiter ohne Gesundheitsbeschwerden die Arbeit fortsetzen können. Vion wird dieses Richtlinienprotokoll auch an den anderen Produktionsstandorten einführen. Das GGD überwacht die Einhaltung der getroffenen Absprachen.

Vion und das GGD arbeiten zusammen

  • Zu einem derzeit noch nicht festgelegten Termin wiederholt das GGD die Stichprobe unter den Mitarbeitern des Unternehmens.
  • Das GGD hat Vion mitgeteilt, dass die Fortsetzung des Betriebes erneut überprüft wird, wenn der Fortgang der Maßnahmen beziehungsweise zusätzliche Erkenntnisse aus der Untersuchung zur Infektionsquelle und zu den Kontakten dazu Anlass geben.
  • Schließlich geht Vion auf medizinisch-inhaltlichem Gebiet, im Bereich Untersuchung und Überwachung und im Hinblick auf Prozess- und Qualitätsvereinbarungen eine strukturelle Zusammenarbeit mit dem GGD ein.

Wohnunterkunft
Wenn Mitarbeiter bei einem Test des Gesundheitsamtes GGD positiv getestet werden, müssen Sie zu Hause in Quarantäne verbleiben. Sollte das aufgrund fehlender Privatsphäre in der Wohnung nicht möglich sein, sorgt Vion in Zusammenarbeit mit den Zeitarbeitsfirmen für eine vorübergehende Quarantäneunterkunft. Die Mitarbeiter werden dort während ihres Aufenthalts mit Vollpension versorgt. Unsere Taskforce Housing, also das Team zur Wohnungsinspektion, besucht jeden Tag Wohnunterkünfte unserer Mitarbeiter. Die Unterkünfte verfügen alle über ein SNF-Zertifikat (Stiftung zur Standardisierung flexibler Wohnunterkünfte). Auf Grundlage der Besuche und der Auswertung der Ergebnisse folgen jedoch möglicherweise ergänzende Maßnahmen.

Gesundheitscheck

Alle Mitarbeiter unserer Standorte werden vor Beginn ihrer Arbeit einem Gesundheitscheck unterzogen. Mitarbeiter mit leichten Symptomen dürfen das Gebäude nicht betreten und werden vom Betriebsarzt zu den Teststraßen der Gesundheitsämter geschickt. Diese Checks und das Durchführen der Tests finden jeden Tag statt. Die Zusammenarbeit mit den GGDs [NL-Gesundheitsämtern] verläuft gut.

Aufsichtsbehörde

Die Aufsichtsbehörde des niederländischen Ministeriums für Soziale Angelegenheiten und Beschäftigung (SZW) hat mehrere Vion-Standorte besucht. Dort führte sie umfassende und tiefgründige Gespräche mit den Mitarbeitern und die Maßnahmen des Produktionsstandortes wurden überprüft. Die Ergebnisse waren positiv.

Erste Ergebnisse der Maßnahmen

Insgesamt wurden in den ersten beiden Juniwochen bei den Gesundheitskontrollen in Boxtel 150 Personen weiterverwiesen. Davon wurden 26 positiv getestet. Diese 26 Personen haben Quarantäne-Anweisungen entsprechend der landesweit geltenden Richtlinien erhalten und im entsprechenden Zeitraum nicht am Arbeitsprozess teilgenommen. Die Untersuchung zur Quelle der Infektion und zu den Kontakten, die der Betriebsarzt in Rücksprache mit dem GGD durchgeführt hat, zeigt, dass der Anteil der Personen mit schweren Krankheitssymptomen begrenzt ist.

Das GGD Hart voor Brabant hat eine spezifische Überwachung der Umgebung von Vion eingerichtet und erhält täglich Daten zu den Kontrollen und zur Anzahl der positiv getesteten Mitarbeiter. Daraus ergibt sich, dass auch Mitarbeiter mit leichten Symptomen am Eingang identifiziert werden und dass die Anzahl der Personen mit Beschwerden ebenso zurückgegangen ist, wie die der positiv getesteten Personen.

Zusätzliche Untersuchungen

Zusätzlich zu den Maßnahmen, die Vion in Rücksprache mit dem GGD Hart voor Brabant getroffen hat, hat Vion gemeinsam mit dem RIVM (Institut für Volksgesundheit), der Erasmus-Universität Rotterdam (EUR) und der Fakultät IRAS der Universität Utrecht verschiedene Untersuchungen initiiert, um die Effekte der Maßnahmen zu messen. Die Ergebnisse werden in Zusammenarbeit mit den beteiligten Instituten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht. Kürzlich hat im Rahmen dieser Forschungsarbeiten am Vion-Standort Boxtel eine Überwachung der Umgebung begonnen, und am vergangenen Montag wurde eine Reihe von Mitarbeitern getestet.

  • Umgebungsüberwachung: In Zusammenarbeit mit EUR und IRAS wird eine mögliche Anwesenheit des Coronavirus in den Produktionsbereichen untersucht. Dabei werden Oberflächen-, Kontakt- und Luftproben in den Räumlichkeiten genommen, in denen die Fleischverarbeitung stattfindet. Erste Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass in 94 % der ausgewerteten Proben kein Virus angetroffen wurde. In den verbleibenden 6 % der Proben wurde das Virus in sehr geringen Mengen nachgewiesen.
  • Mitarbeiter: Am 15. Juni wurden 80 Mitarbeiter untersucht. Bei 27 von ihnen fiel der Coronatest positiv aus. Die Analyse dieser Laborwerte zeigt, dass alle Personen, die positiv getestet wurden, einen niedrigen Gehalt an Virus-RNA aufweisen. Dieses Bild passt zu nicht-rezenten Coronainfektionen. Im Vergleich zur Untersuchung des GGD Ende Mai ist die Anzahl der Personen mit Beschwerden in der untersuchten Gruppe stark zurückgegangen.

B. Protokoll zum Coronavirus. Alle Maßnahmen auf einen Blick

Maßnahmen bei Gesundheitsbeschwerden

1. Mitarbeiter mit leichten Gesundheitsbeschwerden dürfen nicht zur Arbeit erscheinen und werden sofort nach Hause geschickt, auch ohne Fieber.

2. Mitarbeiter aus den Risikogruppen arbeiten momentan von zu Hause aus beziehungsweise bleiben präventiv zu Hause.

3. Mitarbeiter bleiben vorsorglich zu Hause, wenn ein Familienmitglied Fieber hat oder positiv getestet wurde.

4. Vion führt eine tägliche Gesundheitskontrolle ein, die vom GGD zugelassen wurde. Dabei findet eine Überprüfung der Gesundheit und des Wohlbefindens aller Mitarbeiter beim Betreten des Unternehmens statt. Diese Kontrolle führt Vion täglich bei allen Mitarbeitern und Besuchern sowie bei den innerhalb des Unternehmens tätigen Inspektoren durch. Für den Fall, dass Beschwerden bei Mitarbeitern, Besuchern oder Kontrolleuren festgestellt werden, wird ihnen der Zugang zum Betrieb verweigert, und sie werden zwecks Durchführung eines Tests an das GGD verwiesen. Vion sorgt für verschiedene Sprachfassungen und Dolmetscher.


Maßnahmen in Bezug auf Besuche und Veranstaltungen

5. Es finden keine Besuche bei Kunden und Geschäftspartern statt.

6. Es finden keine Besuche an Vion-Standorten statt (ausgenommen in strikt notwendigen Fällen und nach Genehmigung des Vorgesetzten).

7. Externe Teilnahme an Veranstaltungen / Workshops / Schulungen (Vion Academy) werden entsprechend der von der Regierung verabschiedeten Maßnahmen bis zum 1. Juni abgesagt.


Maßnahmen für Büromitarbeiter

8. Wenn möglich wird den Mitarbeitern ermöglicht, von zu Hause aus zu arbeiten.

9. Büroarbeitsplätze werden so eingerichtet, dass die Mitarbeiter 1,5 Meter Abstand zueinander einhalten.

10. Pausen in Blöcken und Öffnung der Kantine an Einhaltung von 1,5 Metern Abstand eingerichtet.

Maßnahmen an den Produktionsstandorten

11. Anfangs- und Pausenzeiten wurden gestaffelt, um zu verhindern, dass die Mitarbeiter in der Kantine und an den Ein- und Ausgängen zu dicht beieinander stehen.

12. In allen Bereichen des Unternehmens bleiben Gruppen mit denselben Personen so viel wie möglich zusammen: bei der Nutzung persönlicher Einrichtungen, am Arbeitsplatz innerhalb des Betriebsbereiches und in der Kantine.

13. Die Mitarbeiter halten untereinander 1,5 Meter Abstand ein. An den nötigen Stellen werden Arbeitsplätze durch Kunststofflamellen oder Plexiglas voneinander getrennt.:

  • Wo möglich wird dies durch das Aufstellen von Abtrennungen (Kisten, Zäune usw.) zwischen den Mitarbeitern gewährleistet.
  • Wo 1,5 Meter Abstand nicht eingehalten werden können, wurden transparente Abtrennungen/Paneele aus Kunststoff zwischen den Mitarbeitern angebracht.
  • Auf der Inspektionsplattform befindet sich zwischen den Personen eine durchsichtige Trennwand aus Kunststoff.
  • Passanten müssen einen Abstand von 1,5 Metern einhalten. Dies wird durch die Einrichtung von Trennwänden und Einbahnverkehr realisiert.
  • Es wurden Linien angebracht, um den Abstand zwischen den Personen anzuzeigen.

14. Das Management der Produktionsstandorte zeigt sich in den Arbeitsbereichen und berät sich täglich mit den Mitarbeitern und der NVWA, um die getroffenen Maßnahmen zu erklären/zu koordinieren. Aktive Überwachung der Einhaltung von Vorschriften

15. Produktionsbereiche nur für Produktionsmitarbeiter zugänglich.

16. Allgemeine Hygienemaßnahmen:

  • Vion führt täglich eine groß angelegte Reinigung und Desinfektion durch, mit der die Wahrscheinlichkeit vorhandener COVID-19-Viren reduziert werden soll. Zusätzlich zur regulären Reinigung und Desinfektion des Arbeitsbereichs wird der gesamte Raum täglich durch eine desinfizierende Luftbehandlung desinfiziert.
  • Zusätzliche Reinigung und Desinfektion von u. a. Treppengeländern, Türklinken, Drehkreuzen und Sanitärbereichen.
  • Obligatorische Desinfektion der Hände beim Betreten und Verlassen des Unternehmens.

Maßnahme im Bereich Transport und außerhalb der Standorte

17. Auch auf dem Außengelände bzw. den Parkplätzen ist Gruppenbildung nicht erlaubt und wird streng kontrolliert.

18. Einschränkungen für den Transport nach den geltenden Richtlinien:

  • Maximal 2 Personen pro Auto und 3 pro Kleinbus (inkl. Fahrer).
  • Obwohl es in der Verantwortung der zuständigen Zeitarbeitsfirmen liegt, weist Vion diese häufig auf die korrekte Umsetzung hin. Vion überwacht die korrekte Umsetzung auch selbst und schickt Kleinbusse mit zu vielen Personen an Bord weg.
  • Vion setzt Reisebusse ein, um jeden sicher zum Arbeitsort zu transportieren. Bis 1. Juni gilt eine Höchstgrenze von 13 Personen je Reisebus mit 50 Sitzplätzen. Entsprechend der RIVM-Regeln ab dem 1. Juni maximal 29 Personen pro Reisebus.
  • Beim Pendeln zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit Autos, Klein- oder Reisebussen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht.
  • In allen Reisebussen werden Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.
  • Die Fahrer der Kleinbusse dürfen die Räumlichkeiten des Unternehmens nicht betreten.

Maßnahmen bezüglich der Unterkünfte

19. Ausführliche Risikoanalyse, ausgehend von der SNF-Norm (NL-Stiftung zur Standardisierung flexibler Wohnungen):

  • Wird von einem damit beauftragten Vion-Team (HR in Zusammenarbeit mit der internen Audit-Abteilung) durchgeführt.
  • Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Zeitarbeitsfirmen als Arbeitgeber der Flexmitarbeiter.

20. Wenn nötig werden größere Wohngemeinschaften aufgeteilt und in anderen Unterkünften untergebracht, um ein Ansteckungsrisiko zu vermeiden.

C. Stenge Kontrolle der Einhaltung des Protokolls zum Coronavirus

An allen Standorten wurden Corona-Beaufsichtiger eingestellt, die die Einhaltung der Vorschriften überwachen.

21. Corona-Beaufsichtiger:

  • Sind für die Durchsetzung und Überwachung des Coronaprotokolls verantwortlich.
  • Kontrollieren ständig und den ganzen Tag über ab Arbeitsbeginn.
  • Treten korrigierend auf.
  • Sind speziell mit dieser Aufgabe betraut und berichten dem Standortmanager.
  • Überwachen, dass keine Mitarbeiter mit gesundheitlichen Beschwerden anwesend sind.
  • Führen überall Überwachungslisten und sorgen dafür, dass diese sichtbar sind.
  • Sind deutlich erkennbar (z. B. an Jacke oder Helm) und in den verschiedenen Produktionsabteilungen anwesend.

22. Null Toleranz

  • Bei Mitarbeitern und Lieferanten, die die Regeln kennen und sich nicht an die Maßnahmen halten, wird der Vertrag aufgelöst und die Zusammenarbeit eingestellt.

D. Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wie erklärt Vion den hohen Anteil infizierter Mitarbeiter?

  • Das RIVM gibt an, dass der Großteil der Infektionen mit dem Virus zu Hause stattfindet.
  • Die genaue Ursache wird in Zusammenarbeit mit dem GGD und der Erasmus Universität untersucht.
  • Auf der Grundlage der RIVM-Vorschriften und der Erkenntnisse anderer Behörden wie dem GGD und dem Inspektionsdienst SZW verschärfen wir unsere Maßnahmen an allen Standorten kontinuierlich.
  • Es wurden Maßnahmen am Arbeitsplatz, zu Hause und während des Transports der Mitarbeiter getroffen, um eine Ansteckung so weit wie möglich zu verhindern.

Welche Vorgehensweise gilt bei Vion in Bezug auf getestete Mitarbeiter?

Für Mitarbeiter gelten im Anschluss an die Bekanntgabe der individuellen Testergebnisse die folgenden Richtlinien:

  • Negativ getestete Mitarbeiter dürfen zur Arbeit gehen, wenn sie 24 Stunden beschwerdefrei sind;
  • Positiv getestete Mitarbeiter mit Krankheitssymptomen verbleiben so lange zu Hause in Isolation, bis sie 24 Stunden lang beschwerdefrei sind. Sie dürfen zudem erst wieder zur Arbeit gehen, wenn seit dem Testergebnis mindestens 7 Tage verstrichen sind;
  • Positiv getestete Mitarbeiter ohne Krankheitssymptome verbleiben 72 Stunden lang zu Hause in Isolation. Wenn in diesem Zeitraum Beschwerden auftreten, wird die Richtlinie aus dem vorigen Punkt angewandt.

Vion hat doch viel zu spät Maßnahmen ergriffen? Woran liegt das?

  • Bereits nach den ersten Signalen, dass in China und Bayern Infektionen mit COVID-19 festgestellt wurden, haben wir im Februar eine Reihe erster Maßnahmen ergriffen.
  • Im März und im Mai haben wir weitere ergänzende Maßnahmen ergriffen, und zwar immer entsprechend den vorgegebenen Richtlinien von RIVM, GGD, NVWA und des Inspektionsdienstes SZW.

Ist es überhaupt möglich, in einem Schlachtbetrieb 1,5 Meter Abstand einzuhalten?

  • Vion hält sich in allen Standorten an die Richtlinien des RIVM. An den Stellen, an denen es schwierig ist, 1,5 Meter Abstand einzuhalten, wurden Trennwände aufgestellt. Außerdem wird in bestimmten Situationen mit Mundschutzmasken gearbeitet.
  • Die Einhaltung der Regeln wird genau überwacht.

Hält Vion es für verantwortbar, dass Mitarbeiter in kleinen Gruppen zusammenwohnen?

  • Außerhalb der Coronaperiode stellt diese Art des Zusammenlebens kein Risiko dar. Jeder hat Privatsphäre und es werden gemeinschaftliche Einrichtungen genutzt. Im Zusammenhang mit dem Ansteckungsrisiko stellen größere Gemeinschaftsbereiche ein Problem dar.
  • Wir setzen uns dafür ein, die Wohnsituation unserer Mitarbeiter entsprechend anzupassen. Wo die Möglichkeit besteht, werden Wohngemeinschaften in kleinere Einheiten aufgeteilt. Dies geschieht unter anderem in Rücksprache mit den Gemeinden, in denen wir aktiv sind.

Wie wird der Gemeinschaftstransport geregelt?

  • Die Regeln für den Personentransport wurden gemäß den 1,5-Meter-Richtlinien des RIVM für den Transport verschärft.
  • Darüber hinaus tragen die Mitarbeiter während des Gemeinschaftstransportes Mundschutzmasken.
  • Für den Gemeinschaftstransport setzen wir auf verschiedenen Strecken große Busse ein, in denen ein Abstand von 1,5 Metern besser eingehalten werden kann. Bis 1. Juni gilt eine Höchstgrenze von 13 Personen je Reisebus mit 50 Sitzplätzen. Ab dem 1. Juni dürfen entsprechend der RIVM-Richtlinien maximal 29 Personen pro Bus mitfahren.
  • Um jegliche Zweideutigkeit zu vermeiden, haben wir von der „Haushalts“-Regelung für unsere flexiblen Mitarbeiter Abstand genommen, sodass sich in unseren Bussen nicht mehr als die maximal zugelassene Anzahl von Personen befindet.

Hoe kan het dan dat in Apeldoorn zoveel busjes met teveel MA zijn aangehouden door de Politie?

  • Jeweils im Februar, im März und auch im Mai sind Maßnahmen getroffen worden. Das RIVM, die GGD (NL-Gesundheitsämter) und der SZW (Inspektionsdienst für Sozialwesen und Beschaffung) haben die Umsetzung entsprechend überwacht. So auch im Bereich Transport.
  • Die Unklarheiten, die rund um die Kleinbusse in Apeldoorn entstanden sind, betrafen vor allem die Definition des Begriffes „Haushalt“ im Rahmen der geltenden Transportvereinbarungen. Wir waren auch der Ansicht, dass unsere Mitarbeiter, die zusammen in der gleichen Wohnung leben, zu einem Haushalt gehören würden.
  • Laut der Polizei in Apeldoorn scheint hier jedoch ein Widerspruch zu den RIVM-Einschränkungen vorzuliegen.
  • Wir haben sofort auf ihren Aufruf reagiert. Unsere Mitarbeiter, Zeitarbeitsfirmen und Fahrer haben deutliche Anweisungen erhalten. Damit wurden alle Unklarheiten im Bereich Transport beseitigt.
  • Es geht hier um tausende Mitarbeiter und eine Vielzahl an Transportbewegungen. Bei vielen hundert Fahrten pro Tag kann es keine 100-prozentige Garantie geben. Ein Feilschen rund um die von uns gemachten Absprachen dulden wir jedoch nicht.

Wie sehen die Testmaßnahmen an den Standorten von Vion in den Niederlanden und Deutschland aus?

  • Vion befürwortet, dass alle Mitarbeiter an allen Standorten in den Niederlanden und in Deutschland präventiv und regelmäßig getestet werden.
  • Dazu hat Vion auch einen Aufruf an den GGD und die Sicherheitsregionen gerichtet.
  • Der GGD führt aktuell Tests in der Fleischbranche und damit auch an den Vion-Standorten durch.
  • Vion befürwortet es auch, die Tests der Mitarbeiter so viel wie möglich in deren Wohnumgebung durchzuführen, wo nach Angaben des RIVM die meisten Ansteckungen stattfinden.

Kann sich das Virus über rohes Fleisch ausbreiten?

  • RIVM und NVWA haben bereits zu einem früheren Zeitpunkt festgestellt, dass das Virus sich nicht über (rohes) Fleisch ausbreitet.

Kann sich das Virus über lebende Tiere ausbreiten?

  • Bei der Ausbreitung des Virus scheinen Schweine und Kühe keine Rolle zu spielen. Trotz der umfangreichen Literatur, die auf diesem Gebiet bereits verfügbar ist, arbeitet Vion im Auftrag des OMT (Outbreak Management Team des RIVM) an einer Studie mit, um diesen Umstand bei Schweinen erneut zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studie werden in den kommenden Monaten erwartet.

Welche Standorte sind gegenwärtig geschlossen?

  • Am 4. Juni eröffnete Vion die Produktionsstätte in Groenlo nach Genehmigung der Sicherheitsregion Nord- und Ost-Gelderland. Es gibt derzeit keine geschlossenen Vion-Standorte.

Ist dies nicht ein „Weckruf“ für die Fleischbranche? Ist die Branche wirklich gesund?

  • Wir sind stolz auf unser Unternehmen, unsere Branche und die Tatsache, dass wir für die Fleischversorgung in unserem Land sorgen dürfen.
  • Die gegenwärtige Corona-Krise macht deutlich, dass wir den Ehrgeiz haben müssen, uns in Bereichen wie dem Wohlergehen von Mensch und Tier, den Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit und Umwelt sowie gegenseitiger Fürsorge kontinuierlich zu verbessern. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung ist seit vielen Jahren ein integraler Bestandteil unserer Strategie und unseres Managements.
  • Vion hat den Ehrgeiz, bei diesem Wandel des Sektors an vorderster Front mitzuwirken.
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