Bio-Zulassung für Vion-Betriebe in Landshut und Vilshofen

Date: 06-05-2021

 

Landshut/Vilshofen, 6. Mai 2021.

Nach dem erfolgreichem Prüfverfahren durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle wurden nun  erste Bio-Schweine geschlachtet

 

Die Nachfrage nach Bio-Fleisch steigt rasant. Allein im Segment Schweinefleisch stieg der Absatz in Deutschland 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 48,9 % auf 11.534 t. Noch deutlicher ist die Entwicklung bei Rind: Laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) stieg der Bio-Anteil hier innerhalb eines Jahres um 57,8 % auf 16.071 t. Sortenübergreifend erreichte Biofleisch damit hierzulande erstmals einen Marktanteil von knapp drei Prozent.

Tatsächlich jedoch, so Dr. Stephan Kruse, Direktor Landwirtschaft von Vion, „ist die Nachfrage nach Bio-Fleisch sogar weit höher und kann selbst mit verfügbaren Importen nach Deutschland nicht ausreichend bedient werden. Zudem sind Bio & Import, wenn man ehrlich ist, doch auch zwei widersprüchliche Gedanken“. Dass Vion jetzt seine Schweineschlachtbetriebe in Landshut und Vilshofen durch eine unabhängige, neutrale Zertifizierungsstelle bio-zertifizieren zu ließ, hat aber noch andere Gründe.

„Einerseits bieten wir nach der erfolgreichen Prüfung nun mit der durchgängigen Bio-Zertifizierung all unserer bayerischen Betriebe nach den Rinderbauern auch den Schweinhaltern kurze Wege an, die Bio und Regionalität verbinden“, erklärt Franz Schwaiger, Verkaufsleiter Süd in der Business Unit Pork von Vion. „Und mit den neu zugelassenen Standorten Vilshofen und Landshut sowie unserem Betrieb in Crailsheim können wir in einem geschlossenen Kreis aus Nachhaltigkeit, Regionalität und Bio jetzt gemeinsam mit den Landwirten und unseren Kunden in Süddeutschland verstärkt regionale Bio-Konzepte erarbeiten“. Und damit hat Vion langjährige Erfahrung.

Franz Schwaiger, Verkaufsleiter Süd in der Business Unit Pork von Vion

Franz Schwaiger, Verkaufsleiter Süd in der Business Unit Pork von Vion

Vom niederländischen Groenlo aus steuert Vion seit 40 Jahren die Aktivitäten seiner Konzerntochter „De Groene Weg“, dem heute zweitgrößten Biofleisch-Anbieter Europas. Das Konzept dahinter hat Vion deutschen Landwirten erst zur „Biofach“ im Februar, der Weltleitmesse für ökologische Konsumgüter in Nürnberg, vorgestellt: den Aufbau weiterer nachhaltiger und nachfrageorientierter Lieferketten auch in Deutschland.

Großes Interesse der Landwirte

„Natürlich sind Bio generell und konkret Programme wie Der Grüne Weg (DGW) für jeden Landwirt zunächst eine Frage der Einstellung. Aber mit unbefristeten Laufzeiten, quartalsweisen Preisvereinbarungen und festen Abnahmeverpflichtungen für uns und den Handel stellen ausgewogene Lieferketten entlang der Bioschweine-Haltung für Bauern auch eine wirtschaftlich hochinteressante und handfeste Alternative dar“, erklärt Dr. Stephan Kruse. Gemeinsam mit DGW-Direktor Allard Bakker führt Kruse seither bundesweit Gespräche mit interessierten Landwirten.

Beispielhafte Modelle in den vom Bauern bis zum Handel ausbalancierten Ketten findet man nicht nur in der Zusammenarbeit von Vion mit inzwischen 110 Bio-Bauern in den Niederlanden. Vorbilder liefert längst auch die Bio-Rindfleischvermarktung von Vion in Bayern. So macht etwa das Beispiel „Allgäuhof“ schon deutlich, wie weit „regional“ bei Vion wirklich in die Region geht. Für das Programm des heimischen Lebensmitteleinzelhändlers V-Markt und dessen ca. 40 Filialen beliefert die Erzeugergemeinschaft Kaufbeuren den Vion-Betrieb Buchloe mit Färsen und Ochsen aus der Allgäuer Bio-Landwirtschaft. Ergebnis: „Vom Bauern über den Schlachtbetrieb bis zur Kühltheke im Handel – in der kompletten Lieferkette bleibt bei diesem Programm alles immer in Schwaben“, erklärt Franz Schwaiger.
Im selben Sinne korrespondiere bei Vion die Bio-Zulassung der Betriebe Landshut und Vilshofen, so Schwaiger, „ab sofort auch im Bereich Schwein mit dem signifikant zunehmenden Verbraucherwunsch nach Bio aus der Region“.