Um 9 Uhr lief die Produktion wieder an

Date: 29-04-2014 Schlagwörter:

Landwirte lieferten am frühen Montagmorgen die ersten Rinder


Bad Bramstedt, 29. April 2014 – Um 7 Uhr am frühen Montagmorgen rollten die ersten Viehtransporter mit schlachtreifen Kühen und Rindern auf den VION-Betriebshof in Bad Bramstedt. Zur gleichen Zeit starteten Geschäftsführung und Veterinäre unter Begleitung externer Fachleute eine sogenannte Hygieneinspektion der Betriebsanlagen. Zwei Stunden später, um 9 Uhr, lief nach fünfwöchiger Pause das Schlachtband wieder an.

Die Erleichterung war groß, nicht nur bei den nahezu 400 Beschäftigten, die nun wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Auch die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen begrüßte die Wiedereröffnung des größten Rinderschlachtbetriebs in Norddeutschland. Mehr als 120.000 Tiere im Jahr können jetzt wieder in der Region verarbeitet werden. Für die Bauern gibt es keine Alternative, sie stehen zu ihrem traditionellen Fleischunternehmen.

In den vergangenen Wochen hatten die Verantwortlichen der VION Bad Bramstedt GmbH im Dialog mit dem Kieler Landwirtschaftsministerium und den Segeberger Kreisveterinärbehörden die Modernisierung zum Einbau neuester verfügbarer Techniken – besonders im Bereich der Tierbetäubungsanlage – beschlossen. Eine neue Betäubungsfalle soll bis Ende Juni eingebaut sein. Die VION Bad Bramstedt GmbH wird ihren Betrieb außerdem in vielen Bereichen mit diversen Einzelmaßnahmen modernisieren. Erste bauliche Maßnahmen im Bereich von Hygiene- und Tierschutz wurden bereits in der Produktionspause durchgeführt. Die Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro hatte das Unternehmen planmäßig im Etat für 2014 vorgesehen.

Mit dem Produktionsbeginn am Montagmorgen werden ab sofort auch die Kunden im Lebensmitteleinzelhandel und in der fleischverarbeitenden Industrie wieder beliefert. Die VION Bad Bramstedt ist zudem ein wichtiger Standort für den Export von Rinderhälften und Teilstücken vor allem nach Skandinavien. Die vom Land verfügte Schließung kostete das Unternehmen einen hohen einstelligen Millionenbetrag.