Verdacht der Tierquälerei – Vion überprüft Lieferbeziehung zu beschuldigtem Landwirt

Date: 09-07-2019

Buchloe, 9. Juli 2019 – Die gestern Abend öffentlich bekanntgewordenen Vorwürfe wegen Tierquälerei gegen einen Lieferanten des Vion-Rinderbetriebes Buchloe hat das Unternehmen zum Anlass genommen, die Geschäftsbeziehungen zu dem Landwirt zu überprüfen. „Bis zur vollständigen Klärung der vorliegenden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden wir ab sofort von diesem Betrieb keine Tiere mehr annehmen“, sagt Jürgen Lieb, Standortleiter von Vion Buchloe.

Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung und des ARD-Politikmagazin Report Mainz soll einer der größten Milchviehhalter im Allgäu in seinen Betrieben wiederholt gegen Tierschutzrecht verstoßen haben. Notschlachtungen seien in mehreren Fällen nicht fach- und tierschutzgerecht ausgeführt worden. Ein auf dem landwirtschaftlichen Betrieb notgeschlachtetes Tier hat der  Lieferant bei Vion in Buchloe angeliefert. Die über vier Wochen verdeckt aufgenommenen Videos aus dem Stall des Landwirts weisen darauf hin, dass dabei womöglich die rechtlichen Voraussetzungen für eine Notschlachtung nicht gegeben waren. Vion hatte davon keinerlei Kenntnis.