Vion Emstek investiert drei Millionen Euro

Date: 21-02-2018

Emstek, 21. Februar 2018 – Rund drei Millionen Euro investiert die Vion Emstek GmbH in die Erweiterung seiner Abwasseranlagen auf dem Betriebsgelände. Die Geschäftsführer David De Camp und Bernd Janssen erläuterten an diesem Mittwoch in einem Pressegespräch die vorgesehenen einzelnen Maßnahmen, die nach erfolgter Genehmigung sofort umgesetzt werden sollen. 

Vion wird im ersten Schritt auf freiwilliger Basis noch in diesem Jahr die zugesagte und konzeptionell zur Genehmigung eingereichte Überwachungsmessstelle auf dem Gelände errichten. Die Messstelle, konzeptioniert in Zusammenarbeit mit der Ingeni-eurgesellschaft Müller-BBM aus Berlin, sieht weitgehende bauliche und technische Maßnahmen vor. Danach wird definiert, welche Werte automatisch gemessen, analysiert und digital dargestellt werden. Bernd Janssen: „Zu diskutieren ist noch, wie die ermittelten Daten im Falle einer Überschreitung von Grenzwerten zu einer Absperrung führen. Wir sind bei dieser ersten Investition im sechsstelligen Bereich im Genehmigungsprozess auf die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden angewiesen.“ 

Eine derart dimensionierte und ausgestattete Überwachungsmessstation ist laut geltenden Genehmigungen von 1992 und 2008 nicht gefordert. Vion hat der Errichtung aber zugestimmt und wird die Errichtung unmittelbar nach den erfolgten Genehmigungen beginnen. Die bereits installierte Überwachungstechnik (u. a. Trübungsmessungen) funktioniert einwandfrei. Die gute Reinigungsleistung der Vorkläranlage auf dem Betriebsgelände der Vion Emstek GmbH wurde zuletzt immer wieder in Gesprächen mit den kommunalen Entsorgungsbetrieben und Überwachungsbehörden bestätigt.

Um die zukünftigen Auflagen und Forderungen der Partner in der Beseitigung des Abwassers erfüllen zu können, müssen noch einige Dinge umgesetzt werden.

Die Stadt Cloppenburg fordert in den Gesprächen über eine zukünftige Zusammenarbeit ambitionierte Parameterwerte für die Qualität des gewerblichen Abwassers der Vion Emstek. „Diese Werte stellen in ihrer Höhe eine Herausforderung dar und sind in Deutschland wohl einmalig,“ sagte Bernd Janssen. Geschäftsführer David De Camp ergänzte: „Diese Maßnahme bedeutet eine Investition in die Vorkläranlage in Höhe von rund drei Millionen Euro.“

Die Vorkläranlage muss vom Verfahren umgestellt werden, also von der erwähnten Parallelschaltung der Teilströme in eine Reihenschaltung, in der das Abwasser zu-nächst die chemisch-physikalische und anschließend die biologische Betriebskläranlage passiert. Dazu gehören ebenso Erweiterungen in Puffermöglichkeiten wie auch Erneuerungen und Austausch der bestehenden Anlagenteile. Die Abwasserwerte, die dann erzielt werden, entsprechen denen der Direkteinleiter in Fließgewässer.

An diesem Konzept wird bereits unter der Beteiligung des Ingenieurbüros von Dr. Friedrich Kramer intensiv gearbeitet. Dr. Kramer hat dazu einen ersten Plan erstellt. Vion wird nun intensive Gespräche mit den zuständigen Behörden führen, damit die Vorgaben klar definiert werden. Neben der großen Herausforderung sieht Vion auch Chancen. David De Camp: „Diese Investition in die Betriebskläranlage der Vion Emstek passt in die Unternehmenspolitik des Vion-Konzerns. Wir sehen Nachhaltigkeit in der Produktion unserer Lebensmittel als gesellschaftliche Verpflichtung. Das zeigt sich besonders auch in Emstek, wo die Tiere aus der Region und einem Umkreis von durchschnittlich 50 Kilometern angeliefert werden. Mit der geplanten neuen Abwasseranlage in Emstek unterstreichen wir damit auch in der Praxis diesen Nachhaltigkeitsansatz.“

Geschäftsführer Bernd Janssen sagte: „Vion braucht Planungssicherheit für den Standort Emstek und dafür eine neue Zweckvereinbarung für die Abwasserbeseiti-gung. Auf deren Basis kann die neue Abwasseranlage auf dem Betriebsgelände errichtet werden.“

Vion
Vion Holding N.V. ist ein internationaler Fleischproduzent mit Produktionsstandorten in den Niederlanden und in Deutschland sowie Vertriebsbüros in weltweit dreizehn Ländern. 2016 hat Vion mit 11.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,7 Mrd. Euro erzielt.

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Karl-Heinz Steinkühler
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