Bundesregierung hat BSE-Tests abgeschafft

Date: 22-04-2015 Schlagwörter:

Vion: Fachliche Argumentation überzeugt die Politik

Buchloe/Hilden, 22. April 2015 – Nach Vion vorliegenden Informationen steht das Ende der verpflichtenden BSE-Tests bei der Rinderschlachtung nach erfolgter Unterzeichnung der Änderungsverordnung durch Bundesminister Christian Schmidt unmittelbar bevor. Trotz des europaweiten Rückgangs an Neuinfektionen in den vergangenen Jahren und einer Freigabe durch die EU, seit März 2013 gänzlich auf verbindliche BSE-Test bei gesund geschlachteten Rindern zu verzichten, hatte die Bundesregierung lange an den verpflichtenden BSE-Tests festgehalten. Der Bundesrat hatte sich im März 2015 für die Abschaffung ausgesprochen.

„Mit ihrer aktuellen Abkehr von der Test-Verpflichtung folgt die Bundesregierung dem längst fälligen Schritt, EU-Recht auch in diesem für die deutsche Landwirtschaft und Fleischverarbeitung wichtigen Punkt umzusetzen“, erklärte Vion COO Bernd Stange. „Als Marktführer für Rindfleisch haben wir besonders unter den erheblichen organisatorischen und bürokratischen Anforderungen gelitten, ohne dass es in den vergangenen Jahren noch ein Mehrwert für den Verbraucherschutz gegeben hat“. Mit Blick darauf, dass in Deutschland zuletzt keine BSE-Fälle mehr aufgetreten waren, so der Vion-Manager, „haben Aufwand und Verbrauchernutzen schon längst in keinem Verhältnis mehr gestanden“.

„Damit holen wir nach, was andere EU-Länder schon umgesetzt haben“, resümiert Xaver Fischer Geschäftsführer des Vion Standortes Furth im Wald, der sich seit Jahren für die Abschaffung des Tests eingesetzt hat. „Besonders danke ich der Politik für die Unterstützung, dass sie sich den Fachargumenten angeschlossen hat.“ Schließlich halte der Gesetzgeber an weiteren Vorsichtsmaßnahmen wie der Entfernung von Risikomaterialien, Verfütterungsverboten und der Untersuchung von verendeten, über 48 Monate alten Rindern, fest. Damit sind bezüglich des gesundheitlichen Verbraucherschutzes keine Abstriche gemacht worden.

Auch für Landwirte und Abnehmer führt die Abschaffung der Testpflicht zu erheblichen Vorteilen. Ab sofort bestehen keine Risiken für Folgeschäden mehr, die sich bisher durch seltene Fehler bei der Testdurchführung und Dokumentation  ergeben hatten. Derartige Fehler hatten in der Vergangenheit in einigen Fällen bis hin zu behördlich angeordneten Rückrufen von eigentlich  verzehr- und genusstauglichem Fleisch geführt.