Gutachter sind für Freigabe der Produktion

Date: 28-02-2014 Schlagwörter:

28. Februar 2014 – Unabhängige Gutachter haben in den vergangenen Tagen den Schlacht- und Zerlegebetrieb der VION Bad Bramstedt kontrolliert. In ihren Expertisen, die auch den schleswig-holsteinischen Veterinärbehörden und dem zuständigen Ministerium vorliegen, sprechen sie sich für eine sofortige Freigabe der Produktion in dem Fleischbetrieb aus. Ausdrücklich wird erwähnt, dass es keine hygienisch bedenklichen Gründe gibt, um das Unternehmen weiter zu sperren.

Hier die Zusammenfassung der Gutachter und eine Empfehlung der QS Qualität und Sicherheit GmbH für den Lebensmitteleinzelhandel:

SGS Germany GmbH
Zum Zeitpunkt des Audits konnten keine Abweichungen in Bezug auf branchenübliche Hygienerichtlinien und dem Umgang mit lebenden Tieren festgestellt werden. Die Dokumentation im Rahmen der Eigenkontrolle war plausibel und nachvollziehbar geführt.

GISSEL Institut
Sachverständigengutachten zur Fragestellung, ob in den Räumlichkeiten der Firma VION Bad Bramstedt hygienisch einwandfreies Fleisch erschlachtet und zerlegt werden können.

Zusammenfassend konnte von mir und der zuständigen Veterinärverwaltung kein Grund festgestellt werden, um eine Schlachtung bzw. Zerlegung aus hygienischen Gründen weiter zu untersagen. Eine Endverbrauchergefährdung aufgrund der festgestellten Mängel liegt nicht vor. Bei einem älteren Schlachthof sind ständige Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten das normale Tagesgeschäft. Ich empfehle in Verbindung mit den Veterinärbehörden einen Maßnahmenkatalog zu entwerfen mit zeitlicher Festlegung der Abarbeitung und Überprüfung der Durchführung, und die Schlachtung wieder freizugeben.

An die QS-Systempartner im Lebensmitteleinzelhandel
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe in dem Schlacht- und Zerlegebetrieb der VION Food Deutschland in Bad Bramstedt haben wir entsprechend reagiert und ein QS-Sonderaudit beauftragt. Aktuell wird an dem VION-Standort weder zerlegt noch geschlachtet. Die Einschätzungen von zwei QS-Auditoren, die unabhängig voneinander in den letzten beiden Tagen den Betrieb kontrolliert haben, liegen uns vor. Demnach spricht aus hygienischer und tierschutzrechtlicher Sicht nichts dagegen die Schlachtung und Zerlegung in Bad Bramstedt wieder aufzunehmen.