Mitarbeiter von Vion mit Corona infiziert

Date: 04-05-2020

Boxtel, 4. Mai 2020 – Das Lebensmittelunternehmen Vion hat Standorte in den Niederlanden und Deutschland. In beiden Ländern wurden Mitarbeiter positiv auf Corona getestet.

Bei 26 Bewohnern einer Wohneinrichtung für Arbeitsmigranten in Velp (NL) wurde eine Coronainfektion festgestellt. Ein Teil dieser Bewohner arbeitet bei Vion in Scherpenzeel. Sofort nach dem ersten Infektionsfall hat der Gesundheitsdienst GGD Gelderland-Midden eine eingehende Untersuchung zur Quelle der Infektion und zu den Kontakten gestartet. Vion arbeitet in vollem Umfang an der Untersuchung mit und hält sich darüber hinaus an alle Empfehlungen des niederländischen Instituts für Volksgesundheit RIVM. Während der laufenden Untersuchung können wir keine weiteren Mitteilungen abgeben. Nach Aussage des GGD Gelderland-Midden haben sich die 26 infizierten Arbeitsmigranten in Quarantäne begeben. Für die Betroffenen gilt, dass sie 72 Stunden beschwerdefrei sein müssen, bevor sie wieder nach Hause gehen dürfen. Bei den übrigen 25 Bewohnern des Komplexes wurde keine Infektion mit dem Virus festgestellt. Trotzdem müssen sie eine zweiwöchige Quarantäne einhalten. Im Laufe des Wochenendes und am Montagmorgen hat die Geschäftsführung die übrigen Mitarbeiter in Scherpenzeel informiert. Die Produktion am Standort läuft normal weiter.

Am Vion-Standort in Bad Bramstedt in Norddeutschland wurde der Schlachtbetrieb vorübergehend eingestellt, da bei 51 der 115 getesteten Mitarbeiter ein positives Testergebnis festgestellt wurde. Auch hier wurden die Mitarbeiter an ihrer Wohnadresse getestet. Bei 90% der positiv getesteten Mitarbeiter sind bisher keine Symptome feststellbar. Weil das Angebot an Schlachtrindern in dieser Jahreszeit niedriger ist, hat Vion Bad Bramstedt den Schlachtbetrieb vorübergehend eingestellt. Allerdings werden die Ausbeinungsaktivitäten in dieser Woche noch fortgesetzt. Am Montag, 11. Mai, wird der Schlachtbetrieb wieder aufgenommen.

Sicherheitsmaßnahmen bei Vion

Seit der zweiten Februarhälfte dieses Jahres hat Vion strenge Hygienemaßnahmen an allen Standorten eingeführt. Die Mitarbeiter halten ausreichend Abstand oder sind durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt. Es wurden Laufrouten eingerichtet und möglichst viele Kunststoffabtrennungen angebracht. Außerdem arbeiten die Mitarbeiter in Sonderschichten. Darüber hinaus müssen Mitarbeiter zu Hause bleiben, wenn sie minimale Beschwerden oder einen erkrankten Mitbewohner haben. Mitarbeiter, die zu den gefährdeten Gruppen zählen, müssen zudem seit Anfang März zu Hause bleiben. Alle Mitarbeiter von Vion, also auch über Zeitarbeitsagenturen eingestellte Zeitarbeitskräfte, sind im Rahmen der Rechtsvorschriften in den Niederlanden und Deutschland vollständig versichert. Die Unterkunft für die Leiharbeitnehmer wird von den Agenturen in Übereinstimmung mit den geltenden Rechtsnormen gewährleistet. Vion kontrolliert selbst, ob sich die Zeitarbeitsagenturen bei der Unterbringung ihrer Mitarbeiter an die getroffenen Vereinbarungen halten. Vion überprüft mindestens zweimal jährlich die Lebensbedingungen der Leiharbeiter an deren Wohnadressen.