ProAgrar – Landwirtschaft 4.0 im Blickpunkt

Date: 26-09-2019

Andrea Rahn-Farr betreibt im hessischen Rinderbürgen einen Milchviehbetrieb mit 450 Kühen. Voll automatisiert, digitalisiert, der neuen Produktionswelt angeschlossen. Für Dr. Reinhard Grandke, Geschäftsführer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), ist das die Zukunft. Deshalb trifft er sich mit der Redaktion von ProAgrar zum Interview auf diesem Hof. Doch Grandke ist alles andere als ein purer Digitalisierungsprediger. Für ihn bleibt die tägliche Tierbeobachtung durch den Landwirt das wichtigste Instrument, um erfolgreich zu wirtschaften.

Erfolgreiche Konzepte in der Fleischvermarktung sind überall gefragt. Vor allem, wenn es um Tierwohlprogramme geht. Beispielhaft gilt in Europa das niederländische Konzept „Beter Leven“, das vor sieben Jahren von Vion zusammen mit der Supermarktkette Albert Heijn auf den Weg gebracht worden ist. Inzwischen verkauft der Handel in den Niederlanden mehrheitlich Fleisch und Wurstwaren aus dem Beter Leven Programm. Das funktioniert vor allem, weil das ganze Tier verwertet wird und nicht nur die Edelteile – so sind Produkte aus den Tierschutzprogrammen für den Verbraucher auch bezahlbar. Wie das funktioniert, interessierte auch Experten des Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin, die gerade am Tierschutzlabel arbeiten. Vion öffnete den deutschen Fachleuten die Türen und gewährte Einblicke in die Beter Leven Fleischproduktion in Boxtel und in die Kühltheken von Albert Heijn.

Die Berliner Politik kommt in zwei weiteren Beiträgen zu Wort. Die Redaktion ProAgrar traf zwei Bundestagsabgeordnete zum Gespräch, deren Fachgebiet die Landwirtschaft ist. Silvia Breher aus Vechta in Niedersachsen nutzte die Gelegenheit und besuchte den größten deutschen Vion Schweineschlachthof in Emstek (Niedersachsen). Hermann Färber dagegen bat auf seinen Hof auf der Schwäbischen Alb und zeigte, was er seiner Frau und seinem Sohn an Tieren überlässt, während er große Politik macht: Bienen, Gänse, Hühner, Schafe, eine kleine Mutterkuhherde und eine Produktion von 8.500 Ferkeln im Jahr.

Lesen Sie die vollständige Ausgabe ProAgrar 45 Süd und ProAgrar 45 Nord .