ProAgrar – Neue Wege in der Vermarktung

Date: 19-12-2019

CEO Ronald Lotgerink strebt eine enge Verknüpfung von der Landwirtschaft über die Fleischwirtschaft und den Handel bis zum Kunden an. „Wir brauchen eine enge Kettenproduktion, in der wir regional zusammen mit dem Handel auf die gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren und produzieren.“ Im Interview mit ProAgrar stellt der CEO seine Zukunftsstrategie für den Konzern vor. Seine Prognose ist, dass die Verbraucher in Nord- und Westeuropa im Jahr 2030 nahezu 30 Prozent weniger Fleisch konsumieren. „Wir brauchen also nicht mehr die Menge wie bisher, wir brauchen Qualität. Und dafür ist es wichtig, schon heute kleine positive Ketten aufzubauen“, sagt Lotgerink. Vion werde in diesen Kettenproduktionen neben Tierschutz besonders den Klimaaspekt berücksichtigen und z.B. Verpackungsmaterial reduzieren.

Auch das aktuelle Fleischgeschäft steht unter dem Aspekt Zukunftsplanung bei Vion. Aber das Umsteuern braucht Zeit und gute Vorbereitung. Für 2020 betrachten Willi Habres für Rindfleisch und Stephan Kruse für Schweinefleisch zunächst einmal die Entwicklungen auf dem Markt vor allem unter dem Exportaspekt. Asien und besonders China bestimmen die Preise auf dem Weltmarkt. Und da sieht es bei Pork derzeit noch etwas besser aus als bei Beef.

Für das Porträt musste unser Redaktionsteam diesmal nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Dort trafen sie auf Vions Fleischmanager Bernd Wirtz, dessen Expertise seit Jahrzehnten in der deutschen Fleischwirtschaft gefragt ist. Der Sprecher der Vereinigung German Meat hat 2019 zusätzlich die Sprecherfunktion in der GEFA übernommen und repräsentiert damit deutsche Lebensmittel in ihrer Gesamtheit im Ausland. Noch wirkt es wie ein Hobby, wenn er am Wochenende in die Wahlheimat in Ostdeutschland fährt und nach seinen Limousin-Rindern und den schwarzen Wasserbüffeln schaut, die in der Woche von seiner Familie betreut werden. Aber das macht er dann mit großer Leidenschaft.

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