Vion Food reorganisiert sich und implementiert neue Strategie, um das Unternehmen rentabel zu machen

Date: 11-07-2014 Schlagwörter:

CEO Herkemij: Kosteneinsparungen und Investitionen in die Standorte


11. Juli 2014 – Vion Food strebt in der nächsten Zeit Kosteneinsparungen und Investitionen in die Standorte an, damit dort auf eine nachhaltigere Art produziert werden kann. Diese Kosteneinsparungen können durch eine bessere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Standorten, Verbesserungen beim Einkauf und eine effizientere Supply Chain erreicht werden. Die Schließung einiger Standorte von Vion Food in Deutschland kann nicht ausgeschlossen werden.

Michiel Herkemij, CEO von Vion: „Wir haben eine turbulente Zeit hinter uns und es ist notwendig, das Unternehmen einschneidend zu reorganisieren. Durch die Maßnahmen, die bereits umgesetzt wurden, ist Vion zurzeit finanziell wieder stabil und wir haben keine Schulden mehr. Wir haben ein starkes Fundament für die Zukunft gelegt und können wieder nach vorne schauen und unseren Blick in die Zukunft richten – mit dem wichtigsten Ziel, das Unternehmen wieder rentabel zu machen.“

Fünf der sechs Geschäftsbereiche stehen im Moment gut da. Nur in den niederländischen Schweineschlachthöfen und bei den zugehörigen Aktivitäten müssen einige Dinge noch verbessert werden. Herkemij: „Wir werden in den nächsten zwei Jahren 100 bis 150 Millionen Euro zusätzlich investieren. Einen Teil dieser Investitionen können wir durch Kosteneinsparungen selbst finanzieren. Um den Prozess der Verbesserungen zu beschleunigen, prüfen wir auch die Möglichkeit der Finanzierung durch die Banken.“

Strategie
Die Strategie von Vion Food konzentriert sich auf die folgenden sechs Säulen:

  • Kundenorientierung
  • Produktqualität und Lebensmittelsicherheit
  • Operative Ausführung
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Landwirten
  • Steigerung der Leistung des Unternehmens und der verschiedenen Geschäftsbereiche
  • Vertrauen der Stakeholder zurückgewinnen    

Prioritäten
Konkrete Prioritäten des Unternehmens für die nächste Zeit:

  • Investitionen in die Verbesserung der Produktion (100 bis 150 Millionen Euro)
  • Intensivierung des Exports nach Asien und Start des Exports nach Afrika
  • Aufbau einer geschlossenen Wertschöpfungskette mit Einzelhändlern und Landwirten
  • Einführung der Qualitätsnorm Vion als Industriestandard
  • Kostenreduzierung um 100 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren
  • Erreichen einer guten Balance zwischen Frischeprodukten und Mehrwertprodukten                

Veränderungen in der Organisation
Um aus Vion wieder ein gesundes Unternehmen zu machen, wurde in den letzten sechs Monaten eine große Anzahl von Veränderungen umgesetzt. So hat Vion vier Niederlassungen geschlossen, sieben Niederlassungen verkauft und sich von Vion Ingredients getrennt. Auch in der Organisation wurden die erforderlichen Änderungen durchgeführt. Das Unternehmen hat einen neuen CEO, eine Reihe von neuen Mitgliedern im Aufsichtsrat und einen neuen Finanzdirektor.

Mit Michiel Herkemij konnte Vion einen international erfahrenen Geschäftsführer gewinnen. Bei Vion konzentriert er sich auf die strategische Kursänderung, die nötig ist, um das Vertrauen von Lieferanten und Kunden in das Unternehmen wiederzuerlangen. Dabei hat er die volle Unterstützung des Aufsichtsrats. Auch dessen Zusammensetzung hat sich verändert. Neben Aufsichtsratsmitgliedern aus der ZLTO (Südliche Landwirtschafts- und Gartenbauorganisation) haben nun auch unabhängige Fachleute aus der Einzelhandelsbranche und der Industrie einen Platz im Aufsichtsrat.