VION: „Mindestlohnvertrag – herausragende Lösung für die Branche und ihre 80.000 Beschäftigten“

Date: 14-01-2014 Schlagwörter:

14. Januar 2014 – „Endlich haben sich unsere jahrelangen Bemühungen um einen Mindestlohn bezahlt gemacht“. Hochzufrieden mit der Unterzeichnung eines Mindestlohntarifvertrags für die Fleischbranche, zeigte sich am gestrigen Montag VION Food Geschäftsführer Bernd Stange. Damit habe sich „VION’s Hartnäckigkeit in der Tarifkommission und zahlreichen bilateralen Gesprächen im Interesse der 80.000 Beschäftigten der Branche eindeutig gelohnt“.

Seit 2010 tariflichen Mindestlohn gefordert
Mit der Einführung von bundeseinheitlichen Mindestlöhnen in der Fleischbranche vom 1. Juli dieses Jahres an werden aus Sicht der VION-Geschäftsführung unter allen Marktteilnehmern gleiche Wettbewerbsbedingungen geschaffen. Zugleich sei davon auszugehen, dass mit der verbindlichen, tariflichen Regelung auch die regelmäßigen Schlagzeilen über die Bezahlung vor allem von Mitarbeitern externer Dienstleister beendet würden. „Diese Diskussionen haben allen Unternehmen geschadet und letztendlich nicht wenige Arbeitsplätze unserer Branche gefährdet“, so Bernd Stange.

VION hatte als eines der ersten Unternehmen der Fleischbranche bereits 2010 die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen gefordert und deutlich gemacht, dass es zu einer branchenweiten Tarifvereinbarung keine Alternative gegeben hat.

VION
VION ist ein international operierendes niederländisches Food-Unternehmen. VION Food produziert und verarbeitet hochwertige Schweine- und Rindfleischprodukte in den Niederlanden und Deutschland. Das Unternehmen liefert kundenspezifische Produkte und innovative Konzepte an Kunden aus den Bereichen Einzelhandel, Industrie und Foodservice in den Niederlanden, Europa und der übrigen Welt. VION Food erzielt mit etwa 13.000 Mitarbeitern einen Umsatz von € 6,5 Milliarden. VION ist nicht börsennotiert und hat einen niederländischen agrarischen Anteilseigner, die ZLTO (Südliche Landwirtschafts- und Gartenbauorganisation) mit rund 16.500 Mitgliedern.

Mindestlohntarifvertrag
Die Tarifkommission der Fleischwirtschaft hat am 13. Januar 2014 einen Mindestlohntarifvertrag für die Fleischbranche vereinbart. Mit dem Vertrag wird ein Mindestbruttolohn bundeseinheitlich ab 01. Juli 2014 von 7,75 Euro/Stunde, ab 01. Dezember 2014 von 8,00 Euro/Stunde, ab 01. Oktober 2015 von 8,60 Euro/Stunde und ab 01. Dezember 2016 von 8,75 Euro/Stunde vorgesehen. Der Vertrag tritt am 01. Juli 2014 in Kraft, jedoch frühestens mit Verabschiedung einer gesetzlichen Allgemeinverbindlichkeitserklärung. Der Mindestlohn soll dann für alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Betrieben gelten, in denen Schweine, Rinder oder Geflügel jeglicher Art geschlachtet und/oder zerlegt werden sowie in Betrieben, die Fleisch und Fleischwaren jeglicher Art verarbeiten, portionieren und verpacken, unabhängig davon, ob es sich um in dem Betrieb angestellte oder über Werkverträge tätige Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen handelt. Die Laufzeit des Vertrages endet ohne Nachwirkung zum 31. Dezember 2017. Verhandlungen über einen Folgevertrag sollen ab 01. Juli 2017 aufgenommen werden.