Unsere Vision zur Corporate Social Responsibility

Vion ist sich seiner unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung bereits seit einigen Jahren bewusst. Während Lebensmittelsicherheit eine unabdingbare Voraussetzung ist, wollen wir auch dem Tierschutz und dem Umweltschutz große Bedeutung beimessen.

Lebensmittel im Allgemeinen und Fleisch im Besonderen sind beliebte Themen zahlreicher gesellschaftlicher Debatten. Diese Debatten können in vier Themenbereiche zusammengefasst werden:

  • Tierschutz (in der Haltung und danach)
  • Themen, die im Zusammenhang mit der Lieferkette stehen wie Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Produktintegrität
  • Umweltauswirkungen der Fleischproduktion
  • Gesundheit des Menschen

Wir bei Vion haben uns entschieden, diese Debatten nicht zu scheuen und uns aktiv am gesellschaftlichen Dialog zu diesen relevanten Themen zu beteiligen. Wir wollen die Diskussion über diese relevanten Themen mit unseren Stakeholdern anregen und deren Kreativität stimulieren. Gemeinsam mit ihnen möchten wir Lösungen entwickeln, die unsere Branche zur Umsetzung von Best Practices leiten.

In unserem CSR-Bericht erfahren Sie mehr über unsere CSR-Strategie und die Maßnahmen, die wir ergreifen.

Wie wir Mehrwerte schaffen

Unser Wertschöpfungsmodell zeigt, wie wir Mehrwerte schaffen und an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten.

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Unsere Corporate Social Responsibility-Themen

Im Hinblick auf unser Geschäft und den Einfluss, den andere Unternehmen in der Lieferkette darauf nehmen, haben wir eine Liste der für Vion relevanten CSR-Themen erstellt. Die Liste umfasst 30 relevante Themen: 18 gesellschaftliche Themen, 9 ökologische Themen und 3 wirtschaftliche Themen.

Um die wesentlichen unter allen 30 relevanten Themen zu definieren, haben wir eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Wir haben jedes Thema anhand von zwei Kriterien bewertet:

  1. Das Ausmaß, in dem das Thema einen Einfluss auf die Beurteilungen und Entscheidungen der Stakeholder hat (y-Achse der Matrix)
  2. Die Bedeutsamkeit des gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Einflusses von Vion auf dieses Thema. Für das zweite Kriterium haben wir definiert, wie viel Einfluss Vion bei jedem Thema ausüben kann – aus sich selbst heraus oder durch die Beeinflussung anderer Stakeholder (x-Achse der Matrix)

Dies haben wir in einer Wesentlichkeitsmatrix dargestellt.

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Die fünfzehn Themen, die sich in der oberen rechten Ecke der Wesentlichkeitsmatrix befinden, sind die wichtigsten für Vion und seine Stakeholder. In unserem CSR-Bericht erläutern wir unseren Ansatz bei allen CSR-Themen. Von allen wesentlichen Themen liegt die Priorität auf vier Themen:

Lebensmittelsicherheit

Jeden Tag essen etwa 100 Millionen Verbraucher eine Mahlzeit mit ein bisschen „Vion drin“. Es versteht sich von selbst, dass diese Produkte sicher und gesund sein müssen. Daher ist es unsere Hauptverantwortung, die Sicherheit all unserer Produkte, in allen Aspekten, zu garantieren.

Zur Absicherung unserer Produktionsprozesse investiert Vion laufend in seine Infrastruktur und strenge Qualitätssysteme. Wir wenden strenge Verfahren von unterschiedlichen unabhängigen Zertifizierungssystemen – wie IFS, BRC, IKB, QS, GlobalGap und Bio – an, um das Lebensmittelsicherheit-Management zu verbessern.

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„Jeden Tag essen etwa 100 Millionen Verbraucher eine Mahlzeit mit ein bisschen „Vion drin“

„Es ist unsere Pflicht, respektvoll mit den Tieren umzugehen“

Tierschutz

Tagtäglich verarbeiten wir Tausende von Tieren. Es ist unsere Pflicht, respektvoll mit diesen Tieren umzugehen. Um Tierschutz zu gewährleisten, investieren wir in die notwendige Infrastruktur, die Schulung unserer Mitarbeiter und Technologien wie CCTV (Videoüberwachung).

Tierschutz beim Transport
Unser dezentrales Netzwerk von größenoptimierten Schlachtbetrieben entspricht der Viehdichte in bestimmten Regionen und ermöglicht kurze Transportdistanzen für die Tiere mit weniger als acht Stunden Transportzeit. Wir gewährleisten die Kontrolle des Tierschutzes ebenfalls durch die Investition in moderne Tiertransportfahrzeuge und die Durchführung standardisierter Transportkontrollen bei jeder Entladung von Tieren. Außerdem werden alle Tiere beim Entladen von amtlichen Tierärzten untersucht.

Tierschutz bei der Schlachtung
In unseren Schlachthöfen kontrollieren wir den Tierschutz unter anderem durch die Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter, die in unseren Betrieben mit Tieren arbeiten. Speziell ausgebildete Tierschutzbeauftragte überwachen die Einhaltung der Tierschutzrichtlinien in unseren Produktionsstätten. Die Tierschutzbeauftragten erhalten zweimal jährlich eine Schulung. Die Warteställe sowie die Betäubungs- und Schlachtbereiche sind während der Arbeitszeit unter ständiger Aufsicht von mindestens einem amtlichen Tierarzt.

Darüber hinaus beurteilt das Veterinär-Expertenteam von Vion die Leistung der Schlachthöfe und der liefernden Landwirte. Die Ergebnisse der Tierschutzkontrollen werden der Geschäftsleitung mitgeteilt. Im Falle von Abweichungen müssen die verantwortlichen Personen Korrektur- und Vorsorgemaßnahmen ergreifen.

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Transparenz

Vion möchte hinsichtlich Transparenz die Spitzenposition in der Fleischbranche einnehmen. Im Jahr 2014 haben wir als erstes Unternehmen die amtlichen Tierarztprüfungen auf unserer Website veröffentlicht. Im Jahr 2016 haben wir in Deutschland – wiederum als erstes Unternehmen – eine Transparenz-Website eingerichtet. 2017 folgte die niederländische Transparenz-Website. Unsere Transparenz-Websites geben Einblick in unsere Produktionsprozesse, unter anderem mit Videos, Fotos und Textbeiträgen. Darüber hinaus kommunizieren wir die Ergebnisse der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung sowie der unabhängigen Qualitätsaudits in unseren Produktionsstätten.

„Um den Verbrauchern Einblicke zu geben, arbeiten wir mit unseren Lieferanten und Kunden zusammen“

Rückverfolgbarkeit und Produktintegrität

Alle Tiere, die bei Vion ankommen, sind durch Ohrmarken oder andere Identifizierungsmerkmale eindeutig gekennzeichnet. Die Etiketten und die zugrunde liegenden Datenbanken erlauben die Rückverfolgung zum Geburtsort aller Schweine und Rinder. Nach der Schlachtung werden die Schlachtkörper und die zerlegten Produkte in Chargen mit ähnlichen Merkmalen, wie gleiches Herkunftsland oder gleiche Herkunftsregion, Qualitätsprogramme, Rassen und/oder Produktionsdatum, gebündelt. Das gesamte externe Verkaufsvolumen von Vion ist bis zu den Tierhaltern rückverfolgbar.

Produktintegrität und die richtige Etikettierung von Produkten sind erforderlich, um ein vertrauenswürdiger Lieferant zu sein. Zur Gewährleistung der Produktintegrität nutzt Vion Systeme wie NEN-ISO und IFS Food. Wir haben die spezifischen Standards wie ORGAINVENT und den CBL-Integritätsstandard in unsere Verarbeitungsanlagen integriert und werden diese weiter ausbauen.

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CSR-Bericht

Im April 2017 haben wir unseren ersten CSR-Bericht veröffentlicht. Dieser war ein greifbarer Beweis für unser umfassendes Engagement zu den großen Themen der europäischen Fleischindustrie. Wir freuen uns darüber, dass wir im November 2017 mit einem der drei „Kristalle“ vom niederländischen Wirtschaftsministerium ausgezeichnet worden sind. Wir haben diesen Preis als das auf der Tranzparenzbenchmark am schnellsten gestiegene Unternehmen erhalten.

In unserem Bericht von 2017 berichten wir über die Fortschritte, die wir seit dem ersten Bericht gemacht haben, und wir haben den Umfang auf die gesamte Fleischwertschöpfungskette ausgeweitet. Dazu ist es erforderlich, dass wir Daten zu anderen Akteuren in der Kette zusammentragen und unsere Meinung zu deren Aktivitäten äußern. Aus diesem Grund haben wir zwei neue wesentliche Themen eingeführt: die Umweltaspekte bei der Tierhaltung und die Treibhausgas-Emissionen aus der Fleischproduktionskette. Neu ist auch, dass wir die Themen und die damit verbundenen Initiativen mit den 17 von den Vereinten Nationen verkündeten Zielen für nachhaltige Entwicklung verknüpft haben.

Stakeholderdialoge

Vion scheut die zahlreichen gesellschaftlichen Debatten nicht, sondern beteiligt sich daran. Wir sind bereit zum Dialog und Wissensaustausch und regen Diskussionen mit Stakeholdern an.

„Vion war in der Vergangenheit sehr hilfreich“

Bernd Maiweg
Gewerkschaft NGG (Nahrung Genuss Gaststätten)

Als Gewerkschafter zählt Bernd Maiweg nicht gerade zu den Menschen, denen sich in Unternehmen der Fleischbranche die Türen wie von selbst öffnen. Zu Vions Unternehmensstrategie zählt freilich das Führen von Dialogen auch mit Kritikern. Türen öffnen, sich an einen Tisch setzen, Argumente austauschen und gemeinsam nach Lösungen suchen ist für HR-Manager Roger Legath unverzichtbar für das Miteinander zwischen Mitarbeitern und Unternehmen. „Wir wollen gemeinsam weiterkommen.“

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„Tierhaltung ist wichtig im nachhaltigen Umgang mit unserem Planeten, weil Grasfresser Proteine aus pflanzlichen Quellen produzieren können“

Louise Fresco
Landwirtschafts- und Lebensmittelexpertin, Vorsitzende des Vorstands Wageningen University & Research

Menschen sind Allesfresser und wir haben die Fähigkeit, alle Nährstoffe, die wir benötigen, aus zahlreichen Arten von Lebensmitteln zu gewinnen. Im Allgemeinen gilt die alte Faustregel, eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung zu sich zu nehmen und mäßig, aber ausreichend zu essen. Dies betrifft natürlich immer das gesamte Essverhalten und – abgesehen von Allergien oder anderen physiologischen Beeinträchtigungen – nicht einzelne Lebensmittel. Fleisch beinhaltet zahlreiche nützliche Nährstoffe und Mikronährstoffe. Darüber hinaus sind Produkte tierischen Ursprungs eine Quelle für eine Reihe von Vitaminen, die Menschen nicht aus anderen Lebensmitteln erhalten können.

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„Wir haben eine gemeinsame Verantwortung, gesundes Fleisch anzubieten, das zu einem nachhaltigen Preis produziert und verkauft wird“

Hans Huijbers
Präsident der ZLTO (Südniederländische landwirtschaftliche und gartenbauliche Organisation)

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„Wir haben jetzt einen Stern des Gütesiegels ‚Beter Leven Keurmerk‘, aber was ist der nächste Schritt?“

Jaap Kreuger
Vorsitzender des Lieferantenvereins der ,,Good Farming Star“-Schweinezüchter

Seit 2009 hat das Marktkonzept „Good Farming Star“ zusammen mit den beteiligten Schweinehaltern viele gute Ergebnisse in der Schweinehaltung gebracht. Alles begann mit der Umsetzung des Qualitätslabels „Beter Leven Keurmerk“ mit einem Stern sowie unserer Kooperation mit dem niederländischen Tierschutzbund und Einzelhandelsorganisationen wie Albert Heijn. Basierend auf gegenseitigem Vertrauen gingen wir das Risiko ein, uns in der Produktion von Schweinefleisch zu unterscheiden. Wir fanden es notwendig, eine neue, bedarfsgesteuerte Lieferkette für unser Schweinefleisch zu entwickeln, die auf der Verbesserung des Tierschutzes und der Erhöhung der Transparenz für den Verbraucher basiert. Jetzt, im Jahr 2017, haben wir eine ausgereifte und professionelle Produktionsund Lieferkette vom Erzeuger bis zum Kunden.

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„Optimale Tierhaltung muss vom Verbraucher bezahlt werden“

Matthias Wolfschmidt
Tierarzt und Vizepräsident von foodwatch

36.000 Förderinnen und Förderer in Deutschland und 6.000 in den Niederlanden unterstützen die Arbeit von foodwatch, einer NGO, die den Verbraucherschutz, die Lebensmittelproduktion und den Handel ins Visier genommen hat. Matthias Wolfschmidt ist Tierarzt und einer der Manager von foodwatch in Berlin. Er konfrontiert die Branche mit Vorwürfen wie „Jedes vierte tierische Lebensmittel stammt von einem Tier, das krank war“ und veröffentlicht seine provokanten Thesen aktuell in dem Buch „Das Schweinesystem“.

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„Mein Respekt vor den Landwirten, die das Label umsetzen, ist gestiegen“

Thomas Schröder
Präsident des Deutschen Tierschutzbundes

Der Deutsche Tierschutzbund ist der Vorkämpfer für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung. Ohne den Verband und seine Prämisse „Tierschutz mit Herz und Verstand“ wäre die deutsche Landwirtschaft nicht dort, wo sie jetzt ist.

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„Simmentaler sind hervorragende Milch- und Fleischlieferanten. Das ist gut fürs Klima“

Josef Schöberl
Rinderzüchter und Vion-Lieferant aus Bayern

In Au am Inn, zwischen München und Passau, findet man auf einer Anhöhe gelegen einen ungewöhnlich schönen Hof. Bei gutem Wetter reicht der Blick dort bis zur grandiosen Zugspitze. Besitzer Josef Schöberl, 55, liebt das Skifahren im Winter, das Baden im See im Sommer sowie die Landwirtschaft in Theorie und Praxis. Der Oberbayer verfügt über die Figur eines durchtrainierten Sportlers, aber das kommt vermutlich eher von der täglichen Arbeit.

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